KP Front

Open Source · Schweiz

Digitale Einsatzführung für die Feuerwehr.

KP Front ist der digitale Kommandoposten am Einsatzort: Lage, Pläne, Atemschutz, Verlauf und Rapport in einer App.

Demo öffnen Ohne Login – in der Demo brennt es gerade in Musterdorf
Lage-Ansicht: taktische Karte mit FKS-Symbolen, Sektoren und Schlauchleitungen

Für wen

  • Milizfeuerwehren
  • Ortsfeuerwehren
  • Stützpunktfeuerwehren
  • Berufsfeuerwehren
  • Betriebsfeuerwehren

Wofür

  • Brände
  • Verkehrsunfälle
  • Hilfeleistungen
  • Chemie- und Ölwehr
  • Grossereignisse

Entwickelt aus dem realen Einsatzbetrieb der Feuerwehr Oberwil BL – dort erprobt und laufend weiterentwickelt.

Eure Daten bleiben bei euch.

KP Front ist Open Source und läuft im eigenen Magazin oder in eurer eigenen Cloud. Einsatzdaten, Pläne, Mannschaft und Rapporte bleiben unter eurer Kontrolle.

  • Keine Lizenzkosten
  • Keine Herstellerbindung
  • Selbst betreiben, selbst weiterentwickeln

Der Massstab

«Bedienbar um 3 Uhr nachts – nach sechs Monaten ohne Übung»

In der Milizfeuerwehr sitzt niemand täglich am Gerät. Also muss die App so gebaut sein, dass man sie im Halbschlaf richtig bedient: alles Wichtige direkt sichtbar, sinnvolle Vorgaben statt Einstellungen, und jede Aktion lässt sich rückgängig machen.

Vom Alarm bis zum Rapport

Ein Einsatz, eine App.

So sieht eine Nacht mit KP Front aus – Lage, Atemschutz und Dokumentation bleiben für alle Beteiligten konsistent und nachvollziehbar.

03:01

Alarm

Der Alarm kommt rein.

Alarme aus dem Alarmierungssystem (z. B. Divera oder FireHub) mit einem Tipp übernehmen – oder von Hand ab Adresse, Objekt oder Karte starten. Einsatzort und Objektdaten stehen, bevor das erste Fahrzeug rollt.

03:07

Lage

Die erste Lage steht.

FKS-Symbole, Sektoren, Schlauchleitungen und Notizen auf der digitalen Lagekarte. Hydranten, Leitungen und Fahrzeugpositionen liegen als zusätzliche Ebenen darunter.

03:12

Atemschutz

Trupp 1 geht rein.

Druck, Rückzugszeit und Kontaktuhr laufen pro Trupp mit. Die App meldet sich, bevor es knapp wird – auch wenn gerade niemand auf die Uhr schaut.

03:18

Plan

Der Objektplan wird zum Whiteboard.

Einsatzplan öffnen, drauf zeichnen, Trupps platzieren, massstabsgetreu messen – mit denselben Werkzeugen wie auf der Karte.

03:40

Verlauf

Alles steht im Verlauf.

Tippen oder einfach reinsprechen – mit einem eingerichteten Transkriptionsdienst lassen sich Sprachnotizen in Text umwandeln; sonst bleiben sie als Audio im Verlauf. Der Verlauf wird nur ergänzt, nie umgeschrieben – korrigiert wird mit neuen Einträgen, nicht mit dem Radiergummi. So bleibt der Einsatz belegbar.

04:30

Zeitplan

Die Ablösung wird geplant, nicht geschätzt.

Wird es eine lange Nacht, plant der Zeitplan pro Person, von wann bis wann sie verfügbar ist und wann sie eingeteilt ist. Die Deckungslinie zeigt, wo zu wenige Leute stehen – bevor die Lücke da ist. Die Anwesenheit bleibt davon unberührt: geplant wird hier, abgehakt wird dort.

05:55

Rapport

Beim Einrücken ist der Rapport fast fertig.

Lage, Mannschaft, Mittel und Verlauf fliessen direkt in den Rapport. Niemand muss die Nacht nachher aus dem Kopf rekonstruieren.

Danach

Zeitreise

Die Nacht läuft nochmals ab.

Für die Nachbesprechung spielt die Zeitreise den ganzen Einsatz ab: Lage, Trupps und Verlauf so, wie sie zu jeder Minute standen. Die langen Wartezeiten überspringt sie – aus vier Stunden werden ein paar Minuten.

Aus der Demo

So sieht das aus.

Alle Bilder sind aus der öffentlichen Demo aufgenommen. Klickt auf «Demo öffnen», und ihr steht in derselben Lage.

Plan
Objekt- und Einsatzpläne mit taktischen Zeichen, Markierungen und massstabsgetreuem Messen
Atemschutz
Überwachung von Trupps, Zeiten, Drücken und Rückmeldungen
Gebäude
Die Geschosse übereinander – welcher Trupp arbeitet auf welchem Stock
Verlauf
Laufende Dokumentation aller wichtigen Ereignisse – mit eingerichtetem Transkriptionsdienst können Sprachnotizen zu Text werden
Anwesenheit
Wer ist eingerückt und seit wann – die Grundlage für Mannschaftsliste und Rapport
Zeitplan
Schichten planen bei langen Einsätzen – verfügbar, eingeteilt, tatsächlich da, und wo die Deckung einbricht
Checklisten
Die Führungs-Checklisten eurer Feuerwehr, mit direkten Sprüngen zu Plan, Verlauf und Werkzeugen
Mittel
Material und Verbrauch im Einsatz erfassen, statt nachher zu schätzen
Rapport
Beim Einrücken fast fertig – kontrollieren, ergänzen, als PDF exportieren, direkt drucken lassen

Umstieg

Was sich ändert.

Nichts davon ist heute kaputt – die Lagekarte auf Papier funktioniert seit Jahrzehnten. KP Front tritt an dieselben Stellen, nur ohne Abschreiben.

HeuteMit KP Front
Lagekarte auf PapierLagebild auf jedem Gerät
Atemschutztafel und StoppuhrÜberwachung, die sich selbst meldet
Notizzettel und GedächtnisVerlauf, der mitläuft
Objektplan im OrdnerPlan zum Draufzeichnen
Rapport am Tag danachRapport beim Einrücken
Nachbesprechung aus dem GedächtnisDie Nacht nochmal ablaufen lassen

Funktionsumfang

Was alles drin ist.

Gewachsen an echten Einsätzen und Übungen, nicht an einer Featureliste. Alles, was von aussen dazukommt – Alarmierung, GPS, Drucker – ist optional: KP Front läuft auch vollständig ohne diese Anbindungen.

Lage & Plan

  • Taktische Zeichen nach FKS-Konventionen, mit Attributen und Beschriftung
  • Sektoren, Absperrkreise, Flächen und Freihandzeichnung
  • Schlauchleitungen mit FKS-Annotationen, jede einem Trupp zugeordnet
  • Messen von Distanz und Fläche, massstabsgetreu auch auf dem Plan
  • Ebenen: Hydranten, Leitungskataster, kantonale Kartendienste
  • Gefahrgut-Nachschlagewerk: UN-Nummern, Stoffinformationen sowie Hinweise zu Absperr- und Schutzdistanzen, direkt im Einsatz verfügbar
  • Wetter- und Windinformationen als Unterstützung für die Lagebeurteilung
  • Objektpläne als Whiteboard, Geschossstapel, leere Tafel
  • Georeferenz: Plan und Karte über gemeinsame Landmarken verknüpfen – Symbole erscheinen als Zwillinge auf beiden Flächen, mit ehrlicher Angabe der Genauigkeit
  • Rückgängig/Wiederholen auf jeder Fläche – dokumentierte Vorgänge bleiben nachvollziehbar

Mannschaft & Mittel

  • Atemschutzüberwachung: Druck, Rückzugszeit, Kontaktuhr, Alarme
  • Trupps mit oder ohne Atemschutz: Mannschaft, Auftrag und Führungsperson – auf Karte, Plan und im Geschossstapel, mit eigener Truppfarbe, überall dieselbe
  • Anwesenheit mit Ankunftszeiten und Dienstgraden
  • Zeitplan: Verfügbarkeiten und Schichten pro Person planen, Deckung über den ganzen Einsatz erkennen und als Führungsformular ausgeben
  • Standort teilen: wer den Link öffnet, erscheint als Punkt auf der Lagekarte – freiwillig, und nur für diesen Einsatz
  • Einsatz per Link weitergeben; Zugriff ist transparent ausgewiesen und kann jederzeit wieder aufgehoben werden
  • Mittel und Material mit Bestand und Verbrauch
  • Checklisten für Führungsunterstützung und Einsatzleitung
  • Einsatzleiter-Ansicht: mitlesen, ohne etwas zu verschieben

Dokumentation

  • Verlauf, der nur ergänzt und nie umgeschrieben wird
  • Sprachnotizen mit Transkription, Fotos, Erinnerungen
  • Zeitreise: den Einsatz Minute für Minute nachspielen, Wartezeiten übersprungen – für die Nachbesprechung
  • Einsatzrapport als fixfertiges PDF mit Personal, Material, Zeiten, Journal, Kroki, Fotos und Atemschutzüberwachung
  • Fotos als Beilagen zum Rapport
  • Abschlussprüfung: vor dem Abschluss zeigt KP Front, welche Angaben oder Klärungen im Rapport noch fehlen
  • Partnerorganisationen mit Bemerkung im Rapport
  • Erfassungsblatt für alle, die etwas beitragen, per QR-Code
  • Alarm- und Einsatzzeiten aus dem Ablauf statt aus dem Gedächtnis

Betrieb

  • Offline-fähig als installierbare App – die Bereitschaftsprüfung zeigt vor dem Einsatz, ob die benötigten Daten auf dem Gerät sind
  • Mehrere verbundene Geräte arbeiten auf demselben Stand – nach einem Verbindungsunterbruch werden Änderungen wieder abgeglichen
  • Rollen: bearbeiten oder nur mitlesen
  • Tag-/Nachtmodus, Symbolgrösse, grosse Bedienflächen fürs Tablet
  • Kann Alarme aus Divera oder FireHub übernehmen; weitere Alarmierungssysteme lassen sich über die offene Schnittstelle anbinden optional
  • Fahrzeugpositionen per GPS optional
  • PDF-Druck im Magazin optional
  • Eigener Verwaltungsbereich pro Feuerwehr: Mannschaft, Fahrzeuge, Checklisten, Karten-Ebenen und Vorlagen
  • Oberfläche auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch – pro Feuerwehr eingestellt

Verwandtes Projekt

KP Front führt vorne. KP Rück hält hinten den Überblick.

KP Rück bildet die Magnettafel im rückwärtigen Kommandoposten digital ab: ein Board für Personal, Fahrzeuge und Material. Eigene App, gleiche Handschrift – die beiden können sich Alarme übergeben, brauchen einander aber nicht.

KP Rück ansehen

Beide betreiben – ohne alles doppelt einzurichten

Alarmierung
Dieselbe Nutzlast für beide. Die Anbindung eures Dispositionssystems entsteht einmal; jede App bekommt nur ihre eigene Adresse.
Divera-Zugang
Ein Schlüssel für beide – dieselben Alarme, dieselbe Mannschaft. optional
Druck-Agent
Ein Dienst im Magazin bedient beide Apps und beide Druckerarten.
Mannschaftsliste
Dieselbe Quelle im selben Dateiformat – dieselbe Person auf beiden Seiten.
Stichwörter
Dieselbe Alarm-Stichwortliste, also dieselbe Einstufung in beiden Apps.

Getrennt bleiben Datenbank, Updates und Login. Keine der beiden braucht die andere, um zu laufen. Anleitung für beide auf einem Server →

Fragen & Antworten

Die häufigsten Fragen.

Warum umsteigen?

Alle sehen gleichzeitig dieselbe Lage – am Führungsfahrzeug, auf dem Tablet und beim Einsatzleiter. Keine Meldung geht auf einem Notizzettel verloren. Die Atemschutzüberwachung meldet sich selbst, bevor es knapp wird. Weniger Funkverkehr für Fragen, die ohnehin auf dem Lagebild stehen – und der Rapport ist beim Einrücken fast fertig statt am Wochenende danach. KP Front unterstützt die Einsatzleitung dabei, die Lage widerspruchsfrei zu halten und Abweichungen sichtbar zu machen: ein Trupp ohne Funkkontakt, ein Fahrzeug, das nirgends steht, eine Rückmeldung, die nie kam.

Wem gehören die Daten?

Euch. Karten, Pläne und Einsatzdaten liegen auf eurer eigenen Installation. Karten- und Adressdienste erhalten nur die jeweils abgefragte Position; weitere externe Dienste laufen nur, wenn ihr sie selbst einrichtet. Nichts geht automatisch an den Hersteller oder den Maintainer.

Was kostet das?

Für die Software selbst nichts. KP Front ist Open Source (AGPL) – keine Lizenz, kein Abo, keine Kosten pro Gerät. Was bleibt, sind die eigenen Kosten für Betrieb, Infrastruktur und allenfalls externe Unterstützung.

Was braucht es für den Betrieb?

Ein kleiner Mini-PC oder Server im Magazin reicht. Für Einrichtung, Updates und Backups braucht es jemanden mit Docker- und Kommandozeilen-Erfahrung, sei es in der Feuerwehr, in der Gemeinde oder bei einer unterstützenden IT. Die Anleitung und der Verwaltungsbereich führen durch den Aufbau. Allgemeine Fragen beantworten wir gerne; Daten und Betrieb bleiben in der Verantwortung der jeweiligen Feuerwehr.

Können wir es an unsere Abläufe anpassen?

Ja. Jede Feuerwehr hat ihren eigenen Verwaltungsbereich: Mannschaft, Fahrzeuge, Doktrin und Vorlagen sind dort frei einstellbar. Checklisten, Objektpläne und Karten-Ebenen kommen aus den eigenen Stationsdaten und werden über die mitgelieferten Kommandozeilen-Werkzeuge geladen. Und weil der ganze Code auf GitHub steht, lässt sich alles Übrige bauen – selbst oder in Auftrag.

In welchen Sprachen läuft die App?

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die Sprache wird einmal pro Feuerwehr eingestellt, nicht pro Gerät – im Einsatz lesen alle dieselben Begriffe, und das ist Absicht: eine Lage, ein Vokabular. Die öffentliche Demo läuft auf Deutsch. Die Screenshots hier sind aus derselben Instanz – nachgestellte Bilder wären eine Behauptung.

Wie fangen wir an?

Mit der Demo, ohne Anmeldung – in Musterdorf brennt es schon. Danach an einer Übung ausprobieren. Wenn es passt, führt die Einrichtungsanleitung zur eigenen Installation.

Kontakt

Sagt uns, was ihr denkt.

Wollt ihr KP Front bei euch ausprobieren? Fehlt etwas, oder funktioniert etwas nicht so, wie ihr es erwartet? Meldet euch – wir lesen alles.

Für Fragen und offene Ideen gibt es die GitHub-Diskussionen.

Fehler melden Was ist passiert, was hättet ihr erwartet? Screenshots zieht ihr direkt ins Formular. Etwas wünschen Fehlt ein Handgriff, der bei euch zum Ablauf gehört? Beschreibt den Fall, nicht die Lösung.
Direkt schreiben Ohne GitHub-Konto, oder wenn etwas nicht öffentlich stehen soll – auch für «wir würden das gerne bei uns ausprobieren».